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Primo voto italiano all'estero

 
di Claudio Paroli
Deutsch von Gabriele Pommerenke
Il 15 giugno 2003 gli italiani residenti all’estero avranno avuto per la prima volta in assoluto la possibilità di esprimere il loro voto politico su questioni italiane. Un evento importante, che sancisce un diritto sacrosanto e da tempo atteso da tutti coloro che, pur risiedendo temporaneamente o stabilmente all’estero, non hanno mai voluto estraniarsi dalla realtà del proprio paese. In questa anteprima elettorale si tratta di votare “solo” per due referendum, non per il rinnovo del Parlamento italiano. È forte il timore che la non informazione in merito alle questioni su cui si è chiamati a rispondere avrà i suoi effetti negativi sulla percentuale dei votanti, per non parlare dell’esito finale del voto. Quanti elettori (non solo all’estero) avranno scoperto solo sulla cartolina elettorale che oltre a quello sull’articolo 18 della Costituzione si vota anche per un secondo referendum “ecologico”?

Nutriamo inoltre seri dubbi che lo Stato italiano abbia fatto completamente il proprio dovere per consentire di votare a tutti gli aventi diritto, lo educiamo da svariate informazioni che ci pervengono dal mondo grazie a Internet. Nell’aggiornamento dell’anagrafe degli italiani residenti all’estero vi sono Consolati che hanno lavorato bene e con grande impegno, altri meno. Resta il timore fondato che molto non avrà funzionato come di dovere sia a livello centrale sia, probabilmente in minor misura, a livello locale. Il sottoscritto, per citare un esempio, ha ricevuto nella seconda settimana di maggio un certificato elettorale del proprio ex comune di residenza in Italia per recarsi a votare su un referendum regionale: le elezioni erano state indette per fine aprile! Il certificato è stato inviato per posta ordinaria, probabilmente non valeva la pena di aggiungere qualche centesimo per la posta prioritaria. O forse l’invito a recarsi a votare era solo una questione pro forma: «Caro connazionale all’estero, ti arriverà un po’ tardino ma sappi che ti abbiamo pensato».

Quante cartoline elettorali per il voto a questi referendum saranno arrivate troppo tardi agli italiani all’estero? Quante saranno pervenute in Consolato dopo il termine massimo di giovedì 12 giugno e non verranno pertanto più prese in considerazione? Ve lo faremo sapere nel prossimo numero di questo giornale ritornando sul tema con alcune statistiche locali e internazionali.

Nella peggiore delle ipotesi gli italiani residenti da tempo in Germania potranno nel frattempo consolarsi acquisendo la nazionalità tedesca – una formalità che costa poco meno di 300 euro (anche la burocrazia tedesca vuole essere generosamente rimunerata) – finalmente senza dover rinunciare a quella italiana! L’unico modo per essere “cittadini di diritto” nel paese di residenza, anziché avere solo doveri, e influire con il proprio voto politico sia a livello locale che federale.

Am 15. Juni 2003 werden die im Ausland lebenden italienischen Staatsbürger zum ersten Mal die Möglichkeit haben, an einem Volksentscheid teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um ein wichtiges Ereignis, das ein elementares Recht sanktioniert und das seit geraumer Zeit von all denen erwartet wurde, die niemals die Absicht hatten, sich dem politischen Alltag ihres Ursprungslandes zu entfremden, obwohl sie vorübergehend oder dauerhaft im Ausland leben. Bei dieser „Wahlpremiere“ wird lediglich über zwei spezielle Fragen, jedoch nicht über die Neuzusammensetzung des italienischen Parlamentes abgestimmt. In diesem Kontext befürchten wir sehr, dass Informationsdefizite hinsichtlich der anstehenden Fragen negative Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung – ganz zu schweigen vom Wahlergebnis – haben werden. Wie viele der Wahlberechtigten (nicht nur im Ausland) mögen erst mit Erhalt der Wahlbenachrichtigung entdeckt haben, dass zusätzlich zum Volksentscheid über Artikel 18 der Verfassung eine Entscheidung über ein ökologisches Thema ansteht?

Zudem scheinen uns Zweifel daran angebracht, ob der italienische Staat seiner Pflicht, allen Stimmberechtigten eine reguläre Stimmabgabe zu ermöglichen, zufriedenstellend nachgekommen ist. Unsere Skepsis beruht auf den verschiedensten Informationen, die uns aus der ganzen Welt über das Internet erreichten. Einige Konsulate haben die Aktualisierung der Einwohnerverzeichnisse gut und gewissenhaft vorangetrieben, andere dagegen arbeiteten anscheinend weniger genau und effizient. Es verbleibt ein nicht unbegründeter Zweifel, dass vieles sowohl auf zentraler wie auch – vermutlich in geringerem Maße – auf lokaler Ebene nicht ordnungsgemäß ablief. Um nur ein Beispiel zu nennen, erhielt der Verfasser in der zweiten Maiwoche eine Wahlbenachrichtigung seines ehemaligen italienischen Wohnsitzes, der zufolge er an einem regionalen Referendum, das bereits Ende April stattgefunden hatte, teilnehmen sollte. Diese Wahlbenachrichtigung wurde auf dem einfachen Postweg zugestellt. Vermutlich erschien es den örtlichen Behörden nicht erforderlich, ein paar Cents mehr für einen Eilbrief zu investieren. Oder wurde die Wahlbenachrichtigung möglicherweise nur pro forma ausgestellt – etwa nach dem Motto: »Lieber im Ausland lebender Mitbürger, du wirst ein wenig verspätet informiert, aber nimm zur Kenntnis, dass wir dich noch nicht ganz vergessen haben.«

Wie viele dieser Wahlbenachrichtigungen mögen nun italienischen Staatsbürgern im Ausland mit Verzögerung zugestellt worden sein? Wie viele Stimmen der Wahlberechtigten mögen folglich erst nach dem Stichtag, also nach dem 12. Juni, in den Konsulaten eingetroffen und deshalb nicht mehr berücksichtigt worden sein? In der nächsten Ausgabe unserer Zeitung werden wir dieses Thema mit einigen lokalen und internationalen Statistiken wieder aufgreifen.

Im ungünstigsten Fall können Italiener, die ihren festen Wohnsitz seit vielen Jahren in Deutschland haben, sich mit dem Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft über diese Unregelmäßigkeiten hinwegtrösten, zumal sie nunmehr damit nicht mehr automatisch auf ihre italienische Staatsbürgerschaft verzichten müssen. Diese Formalität kostet sie die Kleinigkeit von fast 300 Euro, was nur angesprochen sei, um auch die deutsche Bürokratie wohlwollend zu erwähnen. Wir betrachten dieses als den einzigen Weg, nicht nur Pflichten zu erfüllen, sondern auch über staatsbürgerliche Rechte an seinem festen Wohnsitz zu verfügen und mit der persönlichen Stimmabgabe sowohl auf lokaler wie auch auf nationaler Ebene Einfluss zu nehmen.