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Fermare "l'anomalia italiana" e diritto di voto all'estero

 
di Claudio Paroli
Deutsch von Gabriele Pommerenke
Negli ultimi tempi ad Amburgo vi sono state diverse tavole rotonde e conferenze incentrate su tematiche europee. Invariabilmente si è parlato di Berlusconi, una “anomalia italiana” che crea serie preoccupazioni in tutta Europa. Non solo per le sorti della democrazia in Italia – molti si chiedono, a ragione, se la si possa ancora definire tale – ma anche per gli inevitabili influssi sull’Unione Europea di cui Berlusconi ha la presidenza per sei mesi. Sei mesi che passeranno molto presto – è stato detto – per la fortuna di tutti.

Certe esternazioni del premier italiano nel corso di interviste rilasciate a giornali europei, come quella che Mussolini non è paragonabile a Saddam perché «non ha mai ammazzato nessuno», provocano disappunto e trovano assoluta incomprensione sia in Italia che in Europa, ma sono nulla in confronto al saccheggio sistematico del sistema democratico e della Costituzione italiana mediante leggi promulgate esclusivamente a suo beneficio. Un saccheggio per puri interessi legati alla sua persona e al suo impero economico.

Da più parti ci si chiede ora come sia possibile fermarlo. Un po’ tardi, in effetti, la sinistra italiana avrebbe dovuto chiederselo già qualche anno fa. Infatti ci si dimentica volentieri di sottolineare le gravi responsabilità dei precedenti quattro anni di governo di centro-sinistra, incapace persino di promulgare un’efficace legge sul “conflitto d’interessi”, essenzialmente perché un politico intelligente ma alquanto ingenuo come D’Alema si è illuso di sconfiggere Berlusconi esclusivamente sul piano politico.

A limitare in qualche modo i danni ci riprova ora l’ex magistrato Di Pietro, grazie alla sua iniziativa di referendum popolare per l’abrogazione della recente legge sull’immunità giudiziaria delle cinque più alte cariche dello Stato. Pressoché nessun osservatore internazionale, indipendentemente dalla connotazione politica, ha avuto dubbi nel giudicare questa legge come concepita esclusivamente per risolvere i guai giudiziari di Berlusconi, al pari di altre promulgate precedentemente.

Facciamo i nostri migliori auguri per il successo dell’iniziativa, perché se su invito manifesto del loro beniamino i tifosi del premier salvapatria non si recheranno a votare per il referendum, con pochissimo sforzo, il quorum non verrà raggiunto e la consultazione non varrà nulla.

Lo stesso comportamento antidemocratico del giugno scorso, quando per la prima volta ha potuto votare per corrispondenza – inutilmente – anche “una parte” degli italiani residenti all’estero. “Un’altra parte” no! Una clamorosa débâcle organizzativa del Governo che, nonostante il tempo a disposizione per mettere ordine nell’anagrafe degli italiani residenti all’estero, ha ottenuto il brillante risultato che circa la metà (si vedano i dati riportati nel riquadro sotto) degli italiani all’estero aventi diritto al voto non hanno avuto la possibilità materiale di votare. E il fumo sparso nell’aria dal Ministro per gli Italiani nel Mondo Tremaglia viene spazzato via da un venticello...

In letzter Zeit fanden in Hamburg verschiedene Diskussionsrunden und Vorträge zu europäischen Themen statt. In diesem Zusammenhang kam immer wieder die Rede auf Berlusconi, eine italienische Abnormität, die in ganz Europa ernste Besorgnis hervorruft. Diese Befürchtungen betreffen nicht nur das Schicksal der italienischen Demokratie – vielerorts fragt man sich zu Recht, ob man sie noch als solche bezeichnen kann –, sondern auch die unvermeidlichen Auswirkungen auf die Europäische Union, deren Präsidentschaft Berlusconi turnusgemäß für sechs Monate ausübt. Sechs Monate, die – wie immer wieder betont wird – zu unser aller Glück schnell vorübergehen.

Gewisse Äußerungen des italienischen Premiers im Rahmen von Interviews mit europäischen Zeitungen, wie z.B. die, dass Mussolini mit Saddam nicht zu vergleichen sei, da er »nie jemanden umbrachte«, rufen Ärger hervor und stoßen sowohl in Italien wie in Europa auf absolutes Unverständnis. Letztendlich aber sind sie bedeutungslos im Vergleich zum systematischen Missbrauch des demokratischen Systems und der italienischen Verfassung durch die Verabschiedung von Gesetzen, die einzig und allein zu Berlusconis Gunsten kreiert wurden. Es handelt sich hier um die Ausbeutung eines politischen Systems, die ausschließlich im Interesse seiner Person und seines Wirtschaftsimperiums stattfindet.

Die allgemein gestellte Frage lautet, auf welche Weise Berlusconi noch zu stoppen sein könnte. Das Problembewusstsein stellt sich ein wenig verspätet ein, vor allem die italienische Linke hätte sich diese Frage schon vor einigen Jahren stellen müssen. In der Tat wird oft die große Verantwortung der letzten Mitte-Links-Regierung unterschätzt; sie erwies sich nicht einmal dazu in der Lage, ein überzeugendes Gesetz zu verabschieden, das ein Auftreten von derartigen „Interessenkonflikten“ ausschließt. Die Ursachen hierfür sind vor allem darin zu suchen, dass ein ebenso intelligenter wie naiver Politiker wie D’Alema der Illusion nachhing, Berlusconi allein auf politischer Ebene überwinden zu können.

Der ehemalige Richter Di Pietro hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, die inzwischen bereits entstandenen Schäden zu begrenzen, indem er ein Referendum anstrebt, das die Abschaffung des erst kürzlich verabschiedeten Gesetzes über die Immunität der fünf höchsten Staatsämter vorsieht. Nahezu alle internationalen Beobachter – welcher politischen Couleur auch immer – stimmen in der Einschätzung überein, dass dieses Gesetz – ebenso wie andere, die kürzlich verabschiedet wurden – dem alleinigen Zweck dient, Berlusconis Probleme mit der Justiz zu verringern.

Der Initiative Di Pietros wünschen wir viel Glück und Erfolg, denn die Anhänger unseres „Vaterlandsretters“ werden sicherlich der unzweideutigen Aufforderung ihres Lieblings nachkommen, das Referendum zu boykottieren. Auf diese Weise könnte die notwendige Mindestwahlbeteiligung nicht erreicht werden und die Initiative verliefe im Sande.

Ein vergleichbar undemokratisches Vorgehen war im vergangenen Juni zu beobachten, als „ein Teil“ der Italiener mit Wohnsitz im Ausland erstmals, aber vergeblich, an einer Briefwahl teilnahm. „Ein anderer Teil“ konnte gar nicht erst mit abstimmen. Hier zeigte sich ein eklatantes Organisationsdebakel der Regierung: Dank der ausreichend zur Verfügung stehenden Zeit zur Überarbeitung und Aktualisierung der Verzeichnisse ihrer im Ausland lebenden Staatsbürger erzielte sie das in der Tat brillante Ergebnis, dass sage und schreibe die Hälfte der wahlberechtigten Auslandsitaliener überhaupt die Wahlunterlagen erhielt. (Details vgl. Kasten unten). Die groß angekündigten Aktivitäten des neu geschaffenen Ministeriums für im Ausland lebende italienische Staatsbürger unter Tremaglia können somit wohl unter dem Titel „Viel Lärm um Nichts“ verzeichnet werden.

Tremagliate berlusconanti

Dei 3.964.000 italiani all’estero iscritti negli schedari consolari (secondo il Ministero sarebbero solo 2.916.982) solo 2.447.787 risultano iscritti nell’elenco degli elettori. Esaminando la corrispondenza degli indirizzi con le residenze effettive lo scandalo assume proporzioni inaudite: di questi 2.447.787, infatti, soltanto 1.960.213 (dati forniti dal Ministero dell’Interno) hanno un indirizzo corretto a cui sono stati effettivamente recapitati i documenti elettorali. Una statistica che procurerà qualche fastidio... l’avevamo promessa ai nostri lettori.

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Von den 3.964.000 in den Karteien der Konsulate verzeichneten italienischen Bürger im Ausland (das Ministerium errechnet hier übrigens nur eine Zahl von 2.916.982) sind lediglich 2.477.787 wahlberechtigt. Beim Vergleich der in die Wählerverzeichnisse eingetragenen Anschriften mit den tatsächlichen Wohnsitzen der Wahlberechtigten kommt der eigentliche Skandal ans Tageslicht: von den 2.447.787 im Wählerverzeichnis eingetragenen Personen werden nur 1.960.213 (laut Daten des Innenministeriums) unter einer korrekten Adresse geführt und haben folglich auch allein die Wahlunterlagen erhalten. Eine Statistik, die wir unseren Lesern versprochen haben und die für einige Unruhe sorgen wird...