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Italianizzazione in Germania

 
di Claudio Paroli
Deutsch von Gabriele Pommerenke
Italianizzazione. È il trend in atto in Germania, in senso positivo, s’intende! Si potrebbero fare decine di esempi, eccovene un paio.

Fino a una ventina d’anni fa nel Bundestag vi erano solo tre gruppi parlamentari. Poi sono entrati i verdi in scarpe da ginnastica – ora, al governo, giacca e cravatta gli vestono spesso anche i cervelli – e infine, dopo la riunificazione, la PDS (ex comunisti). E siamo a cinque, nonostante lo sbarramento del 5%. Ora, dopo sei anni di governo rosso-verde, molti “compagni” socialdemocratici – e non solo – iniziano ad avere le tasche piene di disoccupazione e smantellamento progressivo dello stato sociale e sono iniziate le manifestazioni di piazza cosiddette “del lunedì”: non per rivendicazioni sindacali, ma contro la politica del governo! Crolla dunque anche in Germania l’ultimo tabù, la “pace sociale”, e contro un governo di centrosinistra si protesta, e come! Non sarà comunque solo la gente in piazza a procurare grandi grattacapi a una SPD che a ogni elezione regionale perde sempre più voti, bensì ciò che in Italia successe molti anni fa all’ex PCI quando si spostò su posizioni sempre più di centro: la fuoriuscita del cuore di sinistra del partito, probabilmente alla guida del vecchio leone Lafontaine. E i partiti nel Bundestag, così, saranno sei. Maggiore rappresentatività e dialettica, meno arroganza, facce in parte diverse, nuovi equilibri... e se anche dovessero essere instabili?!

L’esempio più simpatico di italianizzazione, comunque, riguarda la riforma ortografica tedesca. Qualche anno fa Germania, Svizzera e Austria avevano deciso di modificare la lingua introducendo nuove regole, cambiando l’ortografia di numerosissime parole, eccetera. Grandi dibattiti a quel tempo, ma poi “la disciplina tedesca” ha avuto la meglio, più o meno tutti si sono adeguati, anche se malvolentieri. Incluso CONTRASTO. Ora, improvvisamente, diversi grandi quotidiani e il settimanale tedesco di maggiore importanza si ribellano – appoggiati da famosi scrittori da sempre contrari –, non vogliono più accettare le nuove regole sostenendo che hanno arrecato più danni che benefici. Nel frattempo, però, i libri scolastici sono stati stampati con le nuove regole, che fare? Una semplice soluzione: ognuno faccia come gli pare! Avrebbero fatto bene a stabilirlo fin dall’inizio, indicando le nuove regole non come un diktat ma come proposta: chi le gradisce, le usi. Che è poi il modo in cui tutte le lingue si sono modificate nei secoli, non certo per via di decreti.

Progressiva italianizzazione della Germania, dunque, ed era ora! In Italia, peraltro, assistiamo a una tedeschizzazione progressiva, ma ve ne parleremo un’altra volta: le vogliamo chiamare “integrazione europea”?

Italianisierung – im positiven Sinne versteht sich – heißt offensichtlich der aktuelle Trend in Deutschland. Von den Dutzenden denkbarer Beispiele sollen hier nur einige wenige angeführt werden.

Bis vor circa zwanzig Jahren waren im deutschen Bundestag nur drei Fraktionen vertreten, bis eines Tages die Grünen mit ihren Turnschuhen in den Plenarsaal einzogen; dieselben Grünen, deren politische Positionen, seit sie an der Regierung beteiligt sind, oft eher von Anzug und Krawatte repräsentiert wird. Nach der Wiedervereinigung schaffte auch die PDS den Sprung ins Parlament, womit die Zahl der im Bundestag vertretenen Parteien sich trotz der 5% Sperrklausel auf fünf erhöhte. Nach sechs Jahren unter einer rot-grünen Regierung haben heute viele sozialdemokratische „Genossen“ – und nicht nur sie – genug von Arbeitslosigkeit und fortschreitender Demontage des Sozialstaates und artikulieren ihren Unwillen in den sogenannten Montagsdemonstrationen: Es geht hier nicht um gewerkschaftliche Forderungen, sondern um Protest gegen die Regierungspolitik! Mit diesem in keiner Weise zurückhaltenden Protest gegen eine Mitte-Links-Regierung wird auch in Deutschland das letzte politische Tabu gebrochen: der soziale Frieden. Einer SPD, die bei Landtags- und Kommunalwahlen immer mehr Stimmen einbüßt, bereiten allerdings nicht vor allem diese Demonstranten großes Kopfzerbrechen. Ihr Hauptproblem dürfte der bereits angedachte Parteiaustritt all derer, deren Herz wirklich links schlägt, unter der Führung des alten Kämpfers Lafontaine darstellen. In Italien machte übrigens schon vor vielen Jahren die PCI (kommunistische Partei Italiens) eine vergleichbare Erfahrung, als sie sich immer mehr der Mitte annäherte. Womit wir schon bei sechs Bundestagsparteien angekommen wären: ein repräsentativeres Parlament und kontroversere Debatten, weniger Arroganz, teilweise neue Gesichter und neue Mehrheiten... mögen sie auch instabiler sein!

Ein besonders sympathisches Beispiel für die Italianisierung stellt die Reform der deutschen Rechtschreibung dar. Vor einigen Jahren haben Deutschland, Österreich und die Schweiz den Entschluss gefasst, die deutsche Sprache mit der Einführung neuer Regeln zu modifizieren, die Rechtschreibung vieler Wörter zu verändern und Ähnliches mehr. Nach anfänglich sehr kontroversen Diskussionen hat sich „die deutsche Disziplin“ durchgesetzt. Mehr oder weniger alle – einschließlich CONTRASTO – haben sich – wenn auch oft nur unwillig – angepasst. Nun aber widersetzen sich plötzlich verschiedene große Tageszeitungen und die bedeutendste deutsche Wochenzeitung, unterstützt von berühmten Schriftstellern, die von Anfang an dagegen waren. Mit der Begründung, dass die neuen Regeln mehr schadeten als nützten, lehnen sie ihre Anwendung ab. In der Zwischenzeit sind jedoch die Schulbücher bereits in Neuausgaben, die die Rechtschreibreform berücksichtigen, eingeführt worden. Was nun? Die einfachste Lösung, die sich anzubieten scheint: Möge ein jeder schreiben, wie es ihm passt. Schon von Anfang an wäre es sinnvoll gewesen, sich so zu entscheiden, die Rechtschreibreform nicht von oben zu verordnen, sondern als Angebot bzw. Vorschlag zu präsentieren: Wer sich damit anfreunden kann, möge sie anwenden. Sprachen haben sich über Jahrhunderte übrigens immer nur so verändert und entwickelt, keineswegs aber durch Dekrete.

Also eine schleichende Italianisierung Deutschlands... es war höchste Zeit dafür! In Italien ist übrigens eine fortschreitende Ausbreitung der deutschen Mentalität zu beobachten. Davon ein anderes Mal mehr. Ist auch das „europäische Integration“?