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Dopo le politiche tedesche: quo vadis SPD?

 
di Claudio Paroli
Deutsch von Gabriele Pommerenke
Panico in Germania: nonostante lo sbarramento del 5 per cento ben cinque partiti sono entrati in Parlamento! Mai successo. Colloqui preliminari di qua e di là, sondate tutte le combinazioni di colore possibili, per finire dove? Alla peggiore delle opzioni: la "grande coalizione" fra i due partiti che hanno perso in misura maggiore, quelli che si sono sparati addosso fino al giorno prima delle elezioni. «Ci avete dato meno voti? Magnifico, allora saremo proprio noi a servirvi un bel governo». Decretando la fine della politica. Previsione per le prossime elezioni anticipate, dato che una non soluzione del genere non durerà a lungo: i due maggiori partiti perderanno altri voti e sempre meno gente si recherà alle urne.

Un paio di note che non si leggono da molte parti, procurano "fastidio": in Germania vi è una chiara maggioranza di sinistra composta da tre partiti con 40 (!) seggi in più in Parlamento. Basterebbe che la SPD avesse coraggio politico, disponibilità a compromessi non autolesionisti come la grande coalizione e accettasse il verdetto degli elettori. E che la sinistra, da parte sua, non rinunciasse a voler realizzare i propri contenuti. O l’opposizione ad libitum è forse una prospettiva interessante di per sé?

Gli elettori hanno espresso un chiaro NO a Merkel cancelliere e al neo-liberismo senza freni di CDU/CSU e Liberali, hanno detto SÌ alla correzione "sociale" lanciata dalla SPD in campagna elettorale, hanno dato al neonato Partito di sinistra più voti che ai Verdi. L’ingresso nel Bundestag di questo nuovo partito ha di fatto impedito una maggioranza di governo della coalizione di destra, ciononostante viene demonizzato da ogni parte e non viene nemmeno ipotizzata l’idea di consultarlo!

Tanti auguri a questa SPD che ora spera, vuole guadagnare tempo, s’illude che il Partito di sinistra si sciolga come neve al sole: che cecità politica! Questo partito è la semplice e ovvia risposta alla politica neo-liberista degli ultimi anni, rappresenta un malcontento che con un governo di grande coalizione non può che aumentare. Che l’economia tedesca vada improvvisamente a gonfie vele – la Germania è il secondo paese esportatore del mondo – non è certo merito dei sette anni di Schröder e Fischer! Tuttavia i tedeschi non hanno abbastanza soldi da spendere e temono un ulteriore abbattimento dello stato sociale. Servirebbe una svolta, una strada nuova: gli elettori l’hanno indicata chiaramente, ma i politici non la vogliono intendere. La SPD farebbe bene a imitare i compromessi dei "compagni" italiani DS per le prossime elezioni di primavera: in Italia, senza Rifondazione Comunista, non si mette in piedi un governo per una politica progressista, si regala il Paese alle destre come nelle precedenti politiche. Tra un paio d’anni forse la SPD lo capirà, quando sarà chiaro che una grande coalizione si dà solo la zappa sui piedi. Auguriamoci che non sia troppo tardi, il prossimo candidato cancelliere CDU/CSU potrebbe essere un po’ più carismatico.

Panik in Deutschland: Trotz der 5-Prozent-Klausel gelang sage und schreibe fünf Parteien der Einzug ins Parlament! Allerorts wurden Sondierungsgespräche geführt, alle erdenklichen Farbkombinationen wurden in Erwägung gezogen, um dann schließlich die schlechteste aller denkbaren Lösungen anzustreben: Eine Große Koalition genau der beiden Parteien, die die höchsten Stimmenverluste eingefahren haben und die sich bis zum Wahltag gegenseitig unter Beschuss genommen hatten. »Ihr habt uns weniger Stimmen gegeben? Großartig, deshalb werden gerade wir euch eine schöne Regierung präsentieren.« Und damit ist das Ende der Politik angesagt. Da eine solche Notlösung nur von kurzer Dauer sein wird, können für die nahe Zukunft schon erneute vorgezogene Bundestagswahlen mit weiteren Stimmeneinbußen der beiden großen Parteien und dem Absinken der Wahlbeteiligung vorhergesagt werden.

Auch wenn es vielen nicht ins Konzept passt und Unbehagen hervorrufen mag, hat das Wahlergebnis für Deutschland eine klare linke Mehrheit ergeben, eine Mehrheit, die sich aus drei Parteien zusammensetzt und im Bundestag über einen satten Vorsprung von 40 Mandaten verfügt. Es genügte also, wenn die SPD politischen Mut und Kompromissbereitschaft aufbrächte – allerdings nicht zu unsinnigen Übereinkünften, wie eine Große Koalition sie darstellt – und das Wählervotum akzeptierte, ... wenn die Linke ihrerseits nicht darauf verzichtete, ihre eigenen Inhalte zu verwirklichen. Oder stellt Opposition ad libitum etwa eine lohnenswerte Perspektive an sich dar? Die Wähler haben einer Kanzlerin Merkel und dem ungebremsten Neoliberalismus, für den CDU/CSU und FDP stehen, eine klare Abfuhr erteilt. Dagegen haben sie die "soziale" Kurskorrektur, die die SPD während des Wahlkampfes vornahm, honoriert. Der neugegründeten Linkspartei haben sie mehr Stimmen gegeben als den Grünen. Obwohl der Einzug dieser neuen Partei in den Bundestag die Mehrheit einer Rechtskoalition de facto verhindert hat, wird sie von allen Seiten verteufelt und nicht einmal für Sondierungsgespräche in Erwägung gezogen.

Unsere besten Wünsche für die Zukunft gelten dieser SPD, die hofft, Zeit gewinnen will und sich vormacht, dass die Linkspartei schnell von der Bildfläche verschwinden wird: Was für eine politische Blindheit! Diese neue Partei stellt die offensichtliche und einfache Antwort auf die neoliberale Politik der letzten Jahre dar; sie ist Ausdruck einer Unzufriedenheit, die in Anbetracht einer Großen Koalition nur noch zunehmen kann. Dass die deutsche Wirtschaft plötzlich zu boomen scheint – Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Exporteur –, muss sicherlich nicht als Verdienst der sieben Jahre unter Schröder und Fischer betrachtet werden! Die Deutschen haben dennoch nicht genug Geld in der Tasche und befürchten zudem einen weiteren Abbau des Sozialstaates.

Eine Wende, ein neuer Weg wären notwendig: Die Wähler haben ihn klar aufgezeigt, aber die Politiker wollen ihn nicht wahrhaben. Die SPD wäre gut beraten, die guten Vorsätze, die die italienischen "Genossen" der DS für die Parlamentswahlen im Frühjahr 2006 gefasst haben, zu verinnerlichen: Ohne Rifondazione Comunista zu integrieren, kommt auch in Italien keine fortschrittliche Regierung zustande, wird das Land den Rechten überlassen – wie bei den letzten Parlamentswahlen geschehen. Vielleicht wird die SPD diesen Sachverhalt in ein paar Jahren verstehen, wenn nämlich klar geworden sein wird, dass der Schuss der Großen Koalition nach hinten losgegangen ist. Hoffentlich ist es dann noch nicht zu spät. Der nächste Kanzlerkandidat der CDU/CSU könnte mit ein wenig mehr Charisma ausgestattet sein.